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Herzlich Willkommen auf meinem Portfolio.


Mein Name ist Catrine,
ich bin Interaktionsgestalterin.
Bachelor
Pädagogik
Harmonik
HowCome?
Fontli
travel & note
CALI
KIO
Hint
Pädagogik

"Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun, und ich werde es verstehen."

Konfuzius

Pädagogik hat viele Seiten.
In meinem ersten Arbeitsfeld als Pädagogin konnte ich Erfahrungen in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen sammeln. Ich habe mit schwererziehbaren Jugendlichen, Kleinkindern und Schulkindern gearbeitet. Im pädagogischen Bereich kommen oft schwierige Situationen auf, die gemeistert werde müssen.
Empathie, Kommunikation, Sachlichkeit und Verständnis sind dabei die Grundvoraussetzungen für gute Pädagogik. Besonders der analytische und konzeptionelle Aspekt hat mich in meiner Arbeit oft begleitet und bestärkt einen weiteren Weg einzuschlagen.

–Den Weg des Designers–

Harmonik
Interaktive Kommunikationssysteme
»Music makes the people come together«

Harmonik ist ein interaktives Kommunikationssystem, welches Nutzenden ermöglichen soll, ein tiefgehendes Verständnis für Aufbau und Vorgänge in der Musik zu entwickeln. Anschließend soll der Nutzer in der Lage sein, sowohl bestehende Musikstücke analytisch zu verstehen, als auch eigene Kompositionen mit Hinblick auf ihre Wirkung zu gestalten. Musikalische Lerninhalte werden durch das System auf eine interaktive, kommunikative, informative und vor allem interessante Art und Weise vermittelt. Anhand eines beliebigen Musikstückes kann dessen harmonischer Aufbau demonstriert werden, was Nutzenden wiederum ermöglicht, ein Stück ganz ohne Notenschrift zu rekonstruieren. Denn ein Blick auf die Sprachentwicklung zeigt, dass der Mensch das Sprechen vor dem Schreiben lernt.

Durch die Einbindung interaktiver Elemente in die Informationsarchitektur des Systems können auch Fachbegriffe bei Bedarf erklärt werden. Auf diese Art sollte das System durch die Interaktionsgrundlage mit abwechselnden Anweisungen seitens des Systems und Eingaben seitens der Nutzenden ein individuelles Lernerlebnis ermöglichen. Harmonik ist somit eine Abkehr von konventionellen Vorgehensweisen die an ein Malen nach Zahlen erinnern. Ferner soll diese Struktur jedem Nutzer eine individuelle Vorgehensweise ermöglichen, sowie durch den Einsatz eines MIDI-Keyboards als Eingabemöglichkeit zur experimentellen Auseinandersetzung mit der Thematik anregen.

Der Schwerpunkt dieses Projektes lag auf dem analytischen und konzeptionellen Bereich. Harmonik ist ein sehr großes und komplexes Feld, weshalb wir zusätzlich Musikunterricht nahmen, um das Thema und seine Inhalte besser zu verstehen. Das Interface wurde dem Thema angepasst und größtenteils in Illustrator umgesetzt. Für den Prototypen verwendeten wir Keynote.

Fach				Interaktive Kommunikationssysteme
Semester			2. Semester
Team				Ege Can Tunca,
					Felix Waldkirch
Dozent				Roger Walk
vimeo - Harmonik
HowCome?
Invention Design

‚How Come?‘ ist ein Konzept für eine Kombination aus Hardware und Software, welche Nutzenden ermöglichen soll, Gedanken festzuhalten, abzurufen und zu organisieren.
Das Aussprechen ist die schnellste Ausdrucksmethode eines Gedankens. Gleichzeitig führt das Aussprechen zu neuen Gedanken.   
Dies ermöglicht ein Ring, welcher – als Accessoire oder ‚wearable device‘ – ständig getragen werden kann, der die Gedanken über eine Sprachaufnahme speichert und Nutzenden sowohl taktil als auch visuell Feedback gibt. Kleine LED Anzeigen auf der Oberfläche sowie Vibrationsmuster teilen dem Nutzer mit, dass eine Sprachaufnahme gestartet bzw. beendet wurde. Der Ring soll helfen die Gedanken festzuhalten, eine Hilfe zur Reflektion sein, sowie eine Möglichkeit nachträglich Gedachtes und Erlebtes distanziert zu betrachten und Zusammenhänge zu verstehen. In erster Linie ist es somit ein intelligenter Datenspeicher. Die Gedanken werden mithilfe der drahtlosen Datenübertragung an die Endgeräte weitergeleitet, wo diese in textlicher Form abgerufen und neu geordnet werden können. 

Die Gedanken werden in drei Kategorien eingeteilt und durch Gesten nach der Sprachaufnahme bereits kategorisiert und geordnet. Diese sind Gedanke, Frage und Aufgabe. 
Aufgenommene Fragen ziehen mit sich, dass das Programm bereits nach passenden Antworten sucht und diese als Vorschlag anzeigt. Aufgaben hingegen können als erledigt markiert werden. Daten wie Datum oder Ort können nicht verändert werden, jedoch bei textlichen Veränderungen entstehen neue Versionen, wodurch alle Gedanken erhalten bleiben. Der Zeitstrahl ermöglicht den Zugang zu allen Ereignissen, die in dem Programm abgelegt sind. Der heutige Tag ist ganz rechts, von dort ordnen sich Tage mit Elementen nach links an.  Auch hier werden die Ereignisse in Kategorien geordnet angezeigt. Es besteht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Ansichten wie Ereignis-, Wochen-, Monats- und Kartenansicht umzuschalten.  Auf der Arbeitsfläche können Gedanken miteinander oder mit weiteren Dateien verknüpft werden.

Das Konzept ‚How Come?‘ hatte eine lange Recherchephase, die in sehr vielen Bereichen stattfand. Besonders der psychologische Aspekt und das Analysieren des Nutzerverhaltens haben in diesem Projekt eine große Rolle gespielt. Umgesetzt wurde das Projekt im Stil der Schweizer Typografie in AfterEffects.

Fach				Invention Design
Semester			3. Semester
Team				Ege Can Tunca,
					Nadin Ciftci
Professor			Jörg Beck,
					David Oswald
vimeo - howcome
Fontli
Application Design

Bei Fontli handelt es sich um ein Schriftverwaltungsprogramm, welches Nutzenden ermöglicht, Schriften zu verwalten, zu organisieren und in
der Vielzahl passende Schriften zu finden. Im Canvas, dem Hauptbereich des Programms, werden die Inhalte, also Schriften dargestellt. Beim Start des Programmes sind hier Kacheln für alle auf dem System vorhandenen Schriften zu sehen. Durch Filterung werden nicht zutreffende Schriften ausgeblendet. Ist eine Schriftart ausgewählt, werden die enthaltenen Schriftschnitte in einer Liste dargestellt. Die Vorschau eines jeden Schriftschnittes kann als Überschrift, Zwischenüberschrift oder Fließtext in entsprechenden Größen dargestellt werden. Die Anzeige kann auch auf eine vertikale Ansicht umgeschaltet, sowie im Vergleich mehrere Schriftschnitte verschiedener Schriftarten nebeneinander dargestellt werden.

Auf der linken Seite des Canvas werden bei einer ausgewählten Schrift ihre Schriftschnitte angezeigt, welche an- und abgewählt werden können. Im Vergleichsmodus werden hier mehrere Schriftkacheln übereinander dargestellt, welche ihre Inhalte beim Klicken darauf anzeigen. Auf der rechten Seite des Canvas kann über den Menüpunkt in der Navigationszeile eine Spalte mit Vergleich, Favoriten, sowie eigens angelegten Gruppen angezeigt werden.

Wir konzentrierten uns auf die Entwicklung einer Anwendung, mit der man schnell Schriften finden kann und welche motiviert, Schriften zu suchen. Wir haben viele unterschiedliche Methoden verwendet und großen Wert auf kleine Details gelegt. Das Projekt wurde in Illustrator und Keynote umgesetzt.

Fach				Application Design
Semester			3. Semester
Team				Ege Can Tunca,
					Kevin Rothweiler
Dozent				Jürgen Gräf
Vimeo
travel & note
Application Design

Während einer Reise werden für unterschiedliche Situation und Anliegen verschiedene Apps benötigt. Dadurch hat man während seiner Reise viele Apps, mit vielen Funktionen und doch zu wenig.

Travel & note ist eine Applikation, welche Reisenden ermöglicht, Notizen für sich, wie eine Art Reisetagebuch anzulegen oder für andere zu hinterlassen.
Während der aktuellen Reise besteht die Möglichkeit an dem aktuellen Standort eine Notiz anzulegen. Der Nutzer wird darauf hingewiesen diese nett zu formulieren, da die Applikation darauf basiert besondere Standpunkte festzuhalten und mit anderen zu teilen. Die Notizen bestehen aus den Funktionen eines Textes und dem Hinzufügen eines Fotos. Der Nutzer kann zwischen den Kategorien Unterkünfte, Essen&Trinken und Unternehmungen wählen. Diese Notizen unterscheiden sich zwischen Private oder Geteilte und werden auf der Karte mit einer Stecknadel signalisiert.

Bei „Meine Reisen" werden die bisherigen Reisen aufgelistet angezeigt. Bei einer ausgewählten Reise wird die komplette Reise mit Notizen und Strecke visualisiert. Bei der Suche in der Navigation können Kategorien für die Übersichtlichkeit ab- oder angewählt werden. Um einen genaueren Überblick zu erhalten, kann die Ansicht auf eine Listenansicht geändert werden. Hier erhält der Nutzer die Notizen in kurzer schriftlicher Form und der Distanz angezeigt. Zudem könnte der Nutzer die Notizen nach Datum oder dem Alphabet sortieren. Die App beinhaltet eine intelligente Suchfunktion. Dabei werden sowohl Straßennamen als auch Kategorien angezeigt. Durch den Live-Radar können Nutzer andere Nutzer finden und treffen. Ihnen wird durch Punkte in dem dargestellten Umkreis die anderen Nutzer dargestellt, die ebenfalls den Live-Radar aktiviert haben. Zudem befindet sich unten die Information, um wie viele Nutzer und um welchen Umkreisradius es sich handelt. Durch Zoomen kann der Umkreis vergrößert oder verkleinert werden.

Wir fokusierten uns auf die Entwicklung einer Applikation, welche sich im Vergleich zu herkömmlichen Reiseapplikationen auf wenige relevante Funktionen reduziert.
Das Projekt wurde in Photoshop, Illustrator und Keynote umgesetzt.

Fach				Application Design
Semester			4. Semester
Team				Tamara Heinrich
Dozent				David Oswald
vimeo - ultralogic
CALI – Connected Classroom
Invention Design

Viele Grundschulen haben sich zu Ganztagesschulen entwickelt und bilden so die Möglichkeit einer individuell auf den Schüler zugeschnittenen Lehre. Die Problematik dabei ist, dass das System die Möglichkeiten einer individuellen Lehre bei den heutigen Rahmenbedingungen noch nicht vollkommen nutzen kann. Verschiedene Reformen im Bezug auf Lehrzeiten, Lehrmethoden und Lerninhalte haben sich verändert. Heute gibt es zum Beispiel Lernzeiten, in denen der Schüler individuell nach seinem Tempo vorgegebene Inhalte lernen kann. Klassenarbeiten werden durch Stichproben ersetzt und der Frontalunterricht findet im klassischen Sinne nicht mehr statt.
CALI ist ein Konzept, mit welchem wir die individuelle Lehre durch eine veränderte Kommunikationsweise mit Hilfe der Digitalisierung zukunftsorientiert gestalten. Das innovative System besteht aus einem Lehrernetzwerk, einem digitalen Pult, einem portablen Schülerarbeitsplatz, sowie einer interaktiven Tafel. Unser System bietet nicht nur den Vorteil die technischen Geräte miteinander zu vernetzen, sondern bietet eine Plattform für den digitalen Datenaustausch. Hierdurch erhält der Lehrer Informationen und Daten digital und das System stellt diese Daten durch Statistiken und Visualisierungen analytisch dar. Somit gestalten wir ein Fundament, welches das individuelle Lernen besser reflektiert und umsetzt.

Der Lehrer erhält nach Systemstart eine Übersicht über all seine Klassen. In der linken Spalte befinden sich verschiedene Funktionen. Die rechte Spalte bildet den privaten Bereich des Lehrers, mit privatem Postfach, private Notizen und einem nicht klassenspezifischen Ordner. Nach der Wahl des Faches erscheint eine weitere öffentliche Spalte, indem sich der Ordner Klassenbuch mit dem Kalender, Regeln und Auffälligkeiten befindet, sowie ein Ordner Schüler. Zusätzlich erscheint eine Übersicht innerhalb eines Faches. Hier befinden sich chronologisch angeordnet alle Tafelanschriebe, alle bearbeiteten Dokumente, die vorbereiteten Unterrichtsmaterialien des Lehrers, sowie alle Dokumente und Bilder, welche auf die interaktive Tafel gezogen wurden. Im Bereich Schüler erscheint eine Übersicht über die abzugebenden Dokumente, welche je nach Abgabe farblich unterschieden werden, sowie einer schnellen Übersicht der Anwesenheit der Schüler. Ein Diagramm zeigt verschiedene Kompetenzbereiche des Schülers auf. Der große Mehrwert des Systems ist unter anderem die Korrektur, die ein digitales System mit sich bringt. Vorgefertigte Statistiken lassen den Lehrer auf einen Blick erkennen, wo Fehler und Schwierigkeiten lagen. Der Lehrer hat noch immer die Möglichkeit selbst zu korrigieren und auf die Schwächen und Stärken eines einzelnen Schülers angepasste Übungen zu senden.

Der Schüler erhält an seinem portablen Schülerarbeitsplatz ebenfalls eine Übersicht all seiner Fächer. In der linken Spalte befinden sich zudem verschiedene Funktionen, wie „an den Lehrer senden“, Internet und ein Wörterbuch, sowie das Aufgabenheft und eine Notizfunktion. Nach der Auswahl des Faches blendet sich eine weitere Leiste ein, von der aus der Schüler auf einzelne Ordner zugreifen kann. Direkt darunter befindet sich eine Übersicht aller Dokumente. Im Bearbeitungsmodus taucht eine dritte Spalte mit Werkzeugen auf. Der Schüler hat die Möglichkeit mit Hilfe der Werkzeugspalte Dokumente im gewünschten Format anzulegen. Von hier aus können auch Strichstärken und Farben definiert werden, die der interaktive Stift annehmen soll. Mehrere Dokumente können auf der Arbeitsfläche erscheinen. Per Drag and Drop können diese einfach an die gewünschte Position geschoben werden. Verknüpfungen helfen dem Schüler Zusammenhänge besser zu sortieren, weshalb er mehrere Dokumente innerhalb eines Faches, als auch fächerübergreifend miteinander verknüpfen kann.
Der Aufgabenkalender kann jederzeit aufgerufen werden. So behält der Schüler immer Übersicht über seine Aufgaben und Termine. Durch das Tippen auf den Dokumentenkopf können diese aktiviert werden. So wird das Dokument auch immer nur da bearbeitbar sein, wo es auch gewünscht ist.

Der Fokus bei CALI lag auf der Konzeption und der engen Zusammenarbeit mit Lehrern, sowie dem Überprüfen des Konzeptes. Umgesetzt wurde Cali mit Illustrator, Photoshop und html.

Fach				Invention Design
Semester			4. Semester
Team				Ester Harter
Dozent				David Oswald
vimeo - ultralogic
KIO – KitaOrganisation

Einrichtungen im Kleinkindbereich, insbesondere Kindertagesstätten haben heute eine wichtige Stellung in der frühkindlichen Pädagogik. In den letzten Jahren sind viele Konzepte für die individuelle Förderung von Kindern entstanden. Die Aufgaben und Veränderungen die dadurch für Erzieher aufkommen, sind mit den momentanen Rahmenbedingungen leider nicht immer zu vereinen.
Die Zeit am Kind wird immer weniger.
KIO ist ein unterstützendes System für Kindertagesstätten und wurde an die Einrichtung Fruchtstraße in Stuttgart angepasst. Die Einrichtung arbeitet nach dem offenen Konzept und hat, wie viele andere Einrichtungen auch, sehr große Schwierigkeiten mit den Rahmenbedingungen im Alltag. Hinzu kommen Problematiken in den Bereichen Beobachtung und Dokumentation, Kommunikation und Austausch, sowie Überblick und Organisation. Um die Technik unterstützend in den Alltag der Erzieher zu integrieren und diese schnell und überall griffbereit zu ermöglichen, ist in jedem Fachraum ein iPad vorhanden.

Das Menü befindet sich übergreifend. Zur besseren Orientierung werden die Punkte in Kategorien und unterschiedlichen Farben dargestellt. Wichtige Elemente im Global Access sind die Neuigkeiten, die Pinnwand und die Möglichkeit sich an- und umzumelden.
Die Funktion Übersicht beinhaltet die Anwesenheitsliste, welche unterschiedliche Informationen enthält. Hier können wichtige Bermerkungen angelegt werden, welche auch in der Pinnwand erscheinen.

Die Kurzbeobachtung enthält die Möglichkeit eine Notiz, ein Foto, ein Video oder eine Sprachnachricht anzulegen. Die Kurzbeobachtungen werden im Alltag sehr häufig verwendet, da eine Sitation schnell erfasst werden kann.
Einrichtungen verwenden unterschiedliche Beobachtungssysteme, beispielhaft das System infans. Um den Erziehern die zeitaufwändige infans Beobachtung zu vereinfachen, haben wir diese strukturiert dargestellt und einige Eingabefelder optional gehalten. Der Erzieher wird durch die einzelnen Schritte geführt.
Nach infans zu arbeiten bedeutet auch, dass die Beobachtungen im Team ausgewertet und reflektiert werden. Danach kann eine pädagogische Antwort durchgeführt werden.
Diese wird in verschiedenen Formen definiert und umgesetzt. In den meisten Fällen besteht sie aus einem Angebot oder einem Impuls.
Da bei der Arbeit am Kind bzw. des Bezugskindes auch die Dokumentation des Entwicklungsstandes sehr wichtig ist, unterstützt das System den Erzieher bei den Durchführungen und erinnert diesen.
Das Portfolio beinhaltet alle Informationen, Daten und Dokumentationen eines Kindes. Gerade bei der Vorbereitung oder während eines Elterngespräches ist es wichtig, alle Informationen schnell einsehen zu können.

Bei meinem persönlichen Liebliengsprojekt KIO wurden viele verschiedene Methoden angewand, nach der MVP Methode viele Iterationen durchgeführt und das Konzept überprüft. KIO wurde mit einigen InVision-Prototypen getestet und mit Prinziple umgesetzt.

Semester			6. Semester
Team				Ester Harter
Professor			Hans Krämer
vimeo - ultralogic
Hint – System zur Steuerung des Bahnverkehrs

„Hint“ ist ein System zur Überwachung und Steuerung des Bahnverkehrs, das den Fahrdienstleiter bei seiner Arbeit unterstützt. Es ermöglicht ihm, Störungen im Betriebsablauf effektiv zu bearbeiten und vorausschauend zu agieren. Grundlegende Aufgaben eines Fahrdienstleiters sind das Überwachen und Steuern des Bahnverkehrs in dem ihm zugeteilten Streckenabschnitt. Um einen reibungslosen Zugverkehr zu ermöglichen, steht er unter anderem mit Technikern, Zugführern und Disponenten in Kontakt. Zur Bearbeitung dieser Aufgaben arbeitet der Fahrdienstleiter momentan an einem System, bestehend aus mindestens acht Monitoren.
„Hint“ besteht aus fünf Systembereichen: dem Überwachen der Strecke, dem Steuern technischer Einrichtungen wie z.B. Weichen, der Kommunikation mit anderen Beteiligten, der Dokumentation von Arbeitsschritten und der Planung des Betriebsablaufs. Das System „Hint“ baut auf dem technischen Standard des „European Train Control System“ (ETCS) auf. Unter ETCS versteht man die Leit- und Sicherungstechnik im europäischen Streckennetz, welches in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden soll. Mit dem Ausbau werden genauere Daten einer Zugfahrt und Streckeninformationen erfasst, welche die technische Datengrundlage des Systems bilden.

Diese Grundlage ermöglicht einen schnelleren und sicheren Datentransfer zwischen dem Geschehen auf den Gleisen und den Steuerzentralen. Tritt eine Unregelmäßigkeit im Bahnbetrieb auf, so wird ein Hinweis erstellt, über welchen der Fahrdienstleiter zum Handeln aufgefordert wird. So ist das System besonders auf das Agieren und Reagieren in Störsituationen ausgerichtet. Jeder Arbeitsschritt wird vom System dokumentiert. Die bis jetzt handschriftliche Dokumentation der Maßnahmen des Fahrdienstleiters erfolgt nun digital. Die dafür relevanten Daten und Informationen werden durch die Digitalisierung einfacher zugänglich. Metadaten wie Verfasser, Erscheinungszeit der Störungen etc. werden automatisch vom System in die Dokumentation eingepflegt. Die Möglichkeit des digitalen Teilens von (System-)Informationen an andere Beteiligte stellt eine Weitergabe korrekter Daten sicher. Der flexible Umgang mit Daten ermöglicht eine effektive Informationsübertragung. Eine auf die Aufgabenbereiche neu angepasste Hierarchie der Systemelemente in der Bedienoberfläche ermöglicht die Darstellung auf einem Breitbildmonitor. Weniger relevante Elemente rücken aus dem direkten Blickfeld des Bedieners und sind dennoch Teil des homogenen Systems.

Die Steuerung erfolgt per Computermaus und Tastatur, zwei präzise und sichere Eingabemöglichkeiten. Durch den einfachen Aufbau entstehen weniger Anschaffungs-, Installations- und Wartungskosten. Mit der Neugestaltung und -strukturierung des Systems und des Arbeitsplatzes werden Informationen kontextsensitiv dargestellt und Wege physikalisch und virtuell verkürzt. Durch das System „Hint“ kann der Fahrdienstleiter Situationen schnell einschätzen, präventiv Maßnahmen ergreifen und in Extremsituationen sicher agieren. Es optimiert zukünftige Arbeitsprozesse und ermöglicht dem Fahrdienstleiter den Bahnbetrieb besser zu koordinieren.

Das Bachelorprojekt fand in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der DB bzw. der Betriebszentrale München statt.
Die Gruppenarbeit mit drei Projektpartnern ermöglichte jedem den Fokus auf seine Stärken zu legen. Mein besonderer Fokus lag vor allem auf der Analyse, Konzeption und Gestaltung. Das Projekt ermöglichte uns konzeptionell in viele unterschiedliche Richtungen zu denken und diese iterativ mit den Nutzern zu testen.
Umgesetzt wurde Hint mit Sketch und Principle.

Semester			7. Semester
Team				Ester Harter
					Anna Foltinek
					Miguel Pawlowski
Professor			Jörg Beck
					David Oswald
vimeo - ultralogic